Meinen (stief) Papa Marco lernte ich kennen ,als ich 12 Jahre alt war. Meine Mama und ich hatten eine lange Zeit alleine sein hinter uns. Auf einem Geburstag bei einer gemeinsamen Freundin der beiden, lernen sie und Marco sich kennen, und kurz darauf auch lieben. Nach anfänglicher Skepsis schloss auch ich ihn ins Herz, und begann sehr bald ihm zu vertrauen und ein gutes freundschaftliches Verhältnis aufzubauen.Damals lebten wir in Ratzeburg, meine Mama und Marco beschlossen sehr bald ein gemeinsames Kind zu bekommen was auch schnell klappte.Die Wohnung wurde deswegen zu klein, also zogen wir noch vor der Geburt meiner Schwester Miri, nach Geesthacht in ein schönes Reihenhaus. Dort lebten wir knapp 2 Jahre, bis auch der nächste schritt, ein Eigenheim zu haben, umgesetzt wurde. Nach einer ungefähren Bauzeit von etwa einem dreiviertel Jahr, zogen wir in unser Haus nach Drage .

Es folgten ein paar unauffällige Jahre, wir führten ein Leben wie 1000 andere Familien auch, kurz vor meinem 16 lebenjahr zog ich dann zuhause aus,das Verhältnis zwischen mir und meiner Mama hatte sich verschlechtert, sosehr das ich von zu Hause weg wollte und zu meinem damaligen freund zog. Als ich weg war verbesserte sich nach einiger zeit das Verhältnis wieder,war aber immer noch angespannt. Ich denke wir konnten einfach nicht reden.Ich weiß nicht welchen Grund es gab, aber immer wieder gerieten wir wegen Nichtigkeiten aneinander.Heute bereue ich ihr vielleicht nicht gut genug zugehört zu haben. Mit den Jahren entspannte sich alles und wir konnten wieder zusammen lachen.Mittlerweile hatte ich auch mein Ort gefunden an dem ich bleiben wollte. Mit Marco hatte ich weiter ein sehr gutes Verhältnis. Er war der schlichter, der der unparteiisch seine Meinung sagt und verbindet statt trennt.Meine Mama war schon immer sehr gradlinig und direkt und meinungsstark. Sie hat jahrelang als alleinerziehende gekämpft.Aber sie war ein teil von mir egal wie wir uns gerade verstanden.

Die letzten Monate erlebte ich recht unauffällig,miri hatte eine Woche vor ihrem verschwinden immer wieder starke Bauchschmerzen, die auch im Krankenhaus behandelt wurden.Alles was ich weiß, ist dass die Ärzte keinen Grund für die schmerzen gefunden haben. Den letzten Schultag vor den Sommerfehrien am 22.7.15, konnte sie deswegen auch nicht wahrnehmen. Mit Marco hatte ich das letzte Mal am Montag der beschrieben Woche Kontakt. Er gratulierte mir über whats App zu meiner frischen Schwangerschaft und wünschte uns alles Gute für die Zukunft, und das alles wird wie wir uns das wünschten. Leider erst zu spät fiel mir auf das diese Worte wie ein abschied klingen.
Mit Miri hatte ich das letzte Mal am Sonntag der Vorworche Kontakt.Auch bei Whats App ,teilte sie mir mit das ihre schmerzen besser seien. Der Kontakt zu meiner Mama war zu diesem Zeitpunkt fast eine Woche her.

Es näherte sich der Tag, der alles veränderte …